Geschichte der Russlanddeutschen

Auswanderung der Deutschen

Teil II 1820 - 1917

4 Rolle der Kirche bei den Russlanddeutschen

4.3 Die katholische Kirche und das Konkordat

kirche
Im Ergebnis mehrjähriger Verhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Russischen Reich wurde am 3. August 1847 ein 31 Artikel umfassendes Konkordat abgeschlossen.

Neben der Festlegung, dass die bereits in Russland existierenden katholischen Bistümer erhalten bleiben sollten, wurde die Schaffung des Bistums Cherson vereinbart, zu dem zwei Weihbischöfe, ein Domkapitel und ein Priesterseminar gehörten. Die russische Regierung verpflichtete sich, einen Beitrag zur finanziellen Ausstattung des neuen Bistums zu leisten. Als erster Bischof dieser Diözese wurde 1850 der aus Galizien stammende Dominikaner P. Helanus Kahn geweiht, der 1856 seinen ersten zeitweiligen Sitz in Saratow nahm. Damals gab es in der Stadt jedoch lediglich etwa 50 Katholiken.

Durch das Konkordat hoffte die katholische Kirche, die Betreuung der Gläubigen link, deren Unzulänglichkeit in der Vergangenheit häufig beklagt worden war, verbessern zu können.

Im Konkordat war auch ausdrücklich die Zusicherung der russischen Regierung enthalten, dass sich die bischöflichen Rechte gleichfalls auf den Schulunterricht erstreckten.
 
Startseite  |   Inhalt   |   zurück